Mozart Wohnhaus

Wo das Musikgenie Mozart in Salzburg lebte und arbeitete

Mozarts Wohnhaus Mozarts Wohnhaus Im Jahr 1773, als Wolfgang Amadeus Mozart 17 Jahre alt war, zog er gemeinsam mit seiner Familie aus seinem Geburtshaus in der Getreidegasse aus – und in das ehemalige „Tanzmeisterhaus“ auf dem Makartplatz, auf der anderen Seite der Salzach. Zu Mozarts Zeiten lautete die Adresse allerdings noch Hannibalplatz. Die geräumige Wohnung bot ausreichend Platz zum Musizieren und für Begegnungen mit Freunden. Wolfgang Amadeus Mozart schrieb in diesem Haus von 1773 bis 1780 Symphonien, Klavier- & Violinenkonzerte, Arien, Divertimenti, Serenaden und ein Fagottkonzert. Er komponierte „re pastore“ KV 208 und begann „La Finta giardiniera“ KV 196 sowie „Idomeneo“ KV 366 in diesem Haus.

Mozarts Wohnhaus - das „Tanzmeisterhaus“ - wurde erstmals 1617 urkundlich erwähnt und bestand bis 1685 aus zwei Häusern. Ab 1711 wurde das Haus für Tanzstunden der Adeligen genutzt – daher auch der Name. Ein Tanzmeister lehrte die jungen Adeligen damals nicht nur das Tanzen, sondern auch die höfliche Etikette. Bei der Hochzeit von Mozarts Eltern 1747 ist der Besitzer des „Tanzmeisterhauses“, Franz Karl Gottlieb Speckner, Trauzeuge. Bereits 1765 überlegte Familie Mozart in eine größere Wohnung umzuziehen, durch zahlreiche Reisen wurde die Entscheidung jedoch aufgeschoben. 1767 starb Franz Karl Gottlieb Speckner im Alter von 62 Jahren und vermachte das Haus seiner Base Maria Anna Raab, die als „Tanzmeister Mitzerl“ in die Mozart Literatur eingegangen ist. Sie veranstaltete keine Bälle mehr, sondern vermietete die großen Räumlichkeiten für Hochzeiten und andere Anlässe.

Nachdem Wolfgang Amadeus Salzburg verlassen hatte, das Nannerl nach St. Gilgen geheiratet hatte und seine Frau 1778 in Paris gestorben war, bewohnte Leopold die geräumige Wohnung allein. Nach seinem Tod 1787 hatte das Haus mehrere Besitzer.

1944 wurde das Haus durch eine Fliegerbombe zerstört. Seit 1955 befindet sich das Mozart Wohnhaus im Besitz der Stiftung Mozarteum, die es – nach zahlreichen Renovierungsarbeiten an den zerstörten Teilen – 1996 als Museum eröffnete. Die Ausstellung gibt Aufschluss über das Leben des Genies Mozart und seiner Familie.


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