Salzburger Dom

Jedermann sollte den Salzburger Dom gesehen haben

Salzburger Dom Salzburger Dom Er bildet das Zentrum der Festspielstadt: der Salzburger Dom, der jedes Jahr zur beeindruckenden Kulisse der „Jedermann“-Aufführung wird. Der Dom zu Salzburg mit seiner prächtigen Fassade und den mächtigen Kupperln ist der bedeutendste Frühbarock-Bau nördlich der Alpen und das größte sakrale Bauwerk der Stadt. Und stets wird der Dom eingebunden in Veranstaltungen und Traditionen – nicht nur als Schauplatz des „Jedermann“, sondern auch mit dem Salzburger Adventsingen in der Weihnachtszeit oder dem berühmten Christkindlmarkt, der mit dem Dom im Hintergrund ein ganz besonderes Flair ausstrahlt. Dem mächtigen Bauwerk kann man sich in Salzburg nicht entziehen, der Dom gehört wie die Festung zur Silhouette der Mozartstadt. 900 Sitzplätze bietet das Innere des bedeutendsten kirchlichen Baus von Salzburg, der täglich für die Besichtigung geöffnet ist. Damit Sie bei Ihrem Besuch im Salzburger Dom mit Hintergrundwissen ausgestattet sind, hier die wichtigsten Fakten:

Die Entstehungsgeschichte des Doms prägten Salzburgs absolutistische Herrscher: die Fürsterzbischöfe. Der Salzburger Dom wurde mehrmals zerstört, wiederaufgebaut, vergrößert, verändert und erweitert. Er zeugt von der wirtschaftlichen, politischen und geistlichen Macht der Salzburger Erzbischöfe und des Fürstentums Salzburg.

Der erste Dom entstand unter Bischof Virgil, der 767 im Zentrum des ehemaligen römischen Juvavum eine Kathedrale errichten ließ. Im Jahre 1167, als die Grafen von Plain, Anhänger Kaiser Friedrich Barbarossas, die Stadt Salzburg in Brand steckten, brannte der Dom bis auf die Grundmauern nieder. Zehn Jahre später, unter Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach, wurde der Salzburger Dom wieder neu erbaut. Der neue Bau war nicht nur von großer Schönheit und Pracht, er war auch der mächtigste romanische Dom nördlich der Alpen, seine Größe übertraf sogar den Kaiserdom von Speyer.

Salzburger Dom Salzburger Dom 400 Jahre später war es erneut ein Brand, der 1598 große Teile des Salzburger Doms zerstörte. Für Erzbischof Wolf-Dietrich war dies eine gute Gelegenheit, das beschädigte Kirchenhaus niederzureißen und nach seinen eigenen Plänen wieder aufzubauen. Über das rücksichtslose Vorgehen des Erzbischofs, der wertvolle Skulpturen und Gräber von früheren Bischöfen zerstören ließ, war die Salzburger Bevölkerung sehr erbost. Als er den Domfriedhof umpflügen und die Gebeine der Toten wegwerfen ließ, wandten sich die Salzburger endgültig von ihrem Herrscher ab. Ein überraschendes Ende wurde den ehrgeizigen Plänen Wolf-Dietrichs durch seine Gefangennahme und Einkerkerung auf der Festung Hohensalzburg bereitet. Sein Neffe und Nachfolger Markus Sittikus von Hohenems erteilte dem Baumeister Santino Solari den Auftrag für den Neubau des Salzburger Doms. Unter seiner Regie wurde der Salzburger Dom zum ersten frühbarocken Kirchenbau nördlich der Alpen. Erzbischof Paris Lodron weihte den Salzburger Dom am 25. September 1628.

1944 traf eine Fliegerbombe die Kuppel und zerstörte einen Teil des Altarraums. Erst 1959 war die Renovierung abgeschlossen und der Salzburger Dom wurde in seiner alten Pracht wieder geweiht.

Im Inneren des Salzburger Domes warten zahlreiche Kostbarkeiten: Das Taufbecken, in dem bereits Wolfgang Amadeus Mozart getauft wurde, die prachtvolle Hauptorgel, umgeben von musizierenden Engeln und gekrönt von Rupert und Virgil. Häufig luden die Erzbischöfe ihre Gäste in den Rittersaal zu Konzertaufführungen ein. Hier fand auch der junge Mozart regelmäßig sein Publikum, denn sein Vater Leopold war damals als Domkapellmeister beim Erzbischof angestellt. In seiner Tätigkeit als Hoforganist und Konzertmeister hat Wolfgang Amadeus Mozart zahlreiche unvergängliche Werke der Kirchenmusik für Salzburg geschaffen und im Salzburger Dom aufgeführt. Die gute Akustik begeistert auch heute noch die Besucher der Salzburger Schlosskonzerte.


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